Mach hoch die Tür, die Tor macht weit

Macht hoch die Tür‘, die Tor macht weit,
es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Segen mit sich bringt,
derhalben jauchst, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich von Rat.

Er ist gerecht, ein Helfer wert,
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein Königskron ist Heiligkeit,
sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unsre Not zum End er bringt,
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott;
mein Heiland groß von Tat.

O wohl dem Land, o wohl der Stadt,
so diesen König bei sich hat!
Wohl allen Herzen insgemein,
da dieser König ziehet ein!
Er ist die rechte Freudensonn,
bringt mit sich lauter Freud und Wonn.
Gelobet sei mein Gott;
mein Tröster früh und spat.

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
eu’r Herz zum Tempel zubereit;
die Zweiglein der Gottseligkeit
steckt auf mit Andacht, Lust und Freud;
so kommt der König auch zu euch,

ja, Heil und Leben mit zugleich.
Gelobet sei mein Gott,
voll Rat, voll Tat, voll Gnad.

Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist;
ach zeuch mit deiner Gnade ein,
dein Freundlichkeit auch uns erschein,
Dein heilger Geist uns führ und leit
den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr,
sei ewig Preis und Ehr. 

Am 2. Advent 1623 wurde die Altgroßstädter Kirche eingeweiht. Zu diesem Fest verfasste der evangelische Pfarrer Georg Weissel (1590 – 1635) den Text dieses äußerst beliebten Adventsliedes. Die heute gesungene Melodie wird Johann Freylinghausen (1670 – 1739) zugeschrieben.

Der Text des Liedes basiert auf dem Psalm 24, 7 -10. Im evangelischen Gesangbuch ist es die Nummer 1, im Gottlob findet es sich unter 218.

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