Ihr Kinderlein kommet

Ihr Kinderlein, kommet, o kommet doch all,
zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall
und seht, was in dieser hochheiligen Nacht
der Vater im Himmel für Freude uns macht.

O seht in der Krippe im nächtlichen Stall,
seht hierbei des Lichtleins hellglänzendem Strahl
in reinlichen Windeln das himmlische Kind,
viel schöner und holder, als Engel es sind.

Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh,
Maria und Joseph betrachten es froh,
die redlichen Hirten knien betend davor,
hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.

O beugt wie die Hirten anbetend die Knie,
erhebet die Hände und danket wie sie;
stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun? stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein.

O betet: Du liebes, du göttliches Kind,
was leidest du alles für unsere Sünd!
Ach hier in der Krippe schon Armut und Not,
am Kreuze dort gar noch den bitteren Tod.

Was geben wir Kinder, was schenken wir dir,
du bestes, du liebstes der Kinder dafür?
Nichts willst du von Schätzen und Reichtum der Welt,
ein Herz nur voll Demut allein dir gefällt.

So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin;
wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn.
Ach mache sie heilig und selig wie deins
und mach sie auf ewig mit deinem nur eins.

Gedichtet hat dieses Lied 1798 der katholische Pfarrer Christoph Schmidt (1768 -1854). Es gab viele Vertonungen des Gedichtes. Die heutige Melodie komponierte der Komponist Johann Abraham Peter Schulz. Gedicht und Melodie brachte der Volksschullehrer Friedrich Hermann Eickhoff (1807–1886) zusammen und veröffentlichte diese in einem Liederbuch, das sich weit verbreitete; und mit ihm auch das Lied „Ihr Kinderlein kommet“.

Sie möchten sich dieses Lied, gesungen von Quaestio Marcam, anhören?
Dann klicken Sie hier:

«
»